Evangelische Krankenpflegeverein Grünstadt e. V.

Der Evangelische Krankenpflegeverein Grünstadt e. V., die „kleine Pflegeversicherung“

 

Hilfe in der Krankenpflege aus christlicher Tradition

Der Evangelische Krankenpflegeverein Grünstadt e. V. (im Folgenden: Krankenpflegeverein) mit Sitz in Grünstadt hat über 500 Mitglieder, die in Grünstadt und Umgebung wohnen. Er besteht seit über 100 Jahren und wurde gegründet, wie sein Name besagt, um eine Gemeindekrankenschwester von den Diakonissen zu finanzieren. Ab dem Jahr 1979 übernahm in Grünstadt die Ökumenische Sozialstation Grünstadt e.V. (im Folgenden: Sozialstation) die häusliche Pflege. Der Krankenpflegeverein zählt zu den Trägern der Sozialstation und unterstützt deren Arbeit durch finanzielle Beiträge.

Nachdem 1995 die gesetzliche Pflegeversicherung eingeführt wurde, sind die Krankenpflegevereine ein wenig aus dem Blickfeld geraten. Denn nun übernahmen die Sozialstationen die häusliche Pflege und die Pflegeversicherung die Kosten.

Viele Menschen glauben, dass sie nicht nur in der Pflege entlastet werden, sondern auch, dass die Pflegekasse sämtliche Kosten trägt. Dass letzteres nicht zutrifft, merken die Pflegbedürftigen spätestens dann, wenn die Abrechnungen der Sozialstation kommen. Häufig wird dort ein Eigenanteil ausgewiesen, den die Familien selbst zu tragen haben. Über die Jahre können dabei ganz erhebliche Beträge zusammenkommen.

Eigenanteil und Solidarausgleich

Hier setzen die Krankenpflegevereine an. Ihren Mitgliedern wird ein Solidarausgleich gewährt, in dem die ungedeckten Kosten um einen Prozentsatz gekürzt werden. Die Höhe der Kürzung hängt von der Dauer der Mitgliedschaft ab. Man kann also zu Recht von der „kleinen Pflegeversicherung“ sprechen.

Solidarität, die sich auszahlt

Der Jahresbeitrag beläuft sich auf 26 € und ist ein Familienbeitrag, der Ehepartner und minderjährige Kinder einschließt.  Den Solidarausgleich gibt es für alle Familienmitglieder, allerdings nur in Höhe von maximal 100 € pro Monat.

Genau wie bei der großen Schwester gilt auch hier das Solidarprinzip. Das bedeutet, dass viele Mitglieder Beiträge dafür zahlen, dass im Pflegefall einzelne Mitglieder in den Genuss geringerer Eigenanteile kommen können. (Gutes tun und anderen helfen, versäumet nicht, Hebr. 13,16)

 Ein einfaches Beispiel kann zeigen, dass hier ganz ansehnliche Summen zusammenkommen können. Bereits nach 3 Jahren Mitgliedschaft beläuft sich der Solidarausgleich auf 15 % des Eigenanteils, nach 8 Jahren sind es 20 %, nach 15 Jahren 25 %. Nehmen wir an, die Kosten für die häusliche Pflege betragen im Monat 668 €. Davon übernimmt die Pflegekasse den Betrag von 468 €. Der Eigenanteil beläuft sich also auf 200 €. Nach 3 Jahren Mitgliedschaft im Krankenpflegeverein, also nach 3 Jahresbeiträgen oder 78 €, beträgt der Solidarausgleich pro Monat 30 €, das macht im Jahr 360 €. Er gilt auch für hauswirtschaftliche Leistungen in der häuslichen Pflege. Hier gibt es keine Wartezeit, von Beginn der Mitgliedschaft an beträgt die Kürzung 25 %.

Unterstützung in den eigenen vier Wänden

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in der häuslichen Pflege stetig zunimmt. Viele Menschen wollen, auch wenn sie Hilfe brauchen, so lange es geht in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Die Sozialstation bietet hier ein breites Spektrum an Unterstützung an. Darauf soll in einem nächsten Artikel eingegangen werden.

Die Mitgliedschaft in einem Krankenpflegeverein kann also helfen, beim Eigenanteil zu entlasten, was sich bei Einkommen und Vermögen der Pflegebedürftigen und ihrer Familien nicht unerheblich bemerkbar macht.

Aber auch ein weiterer Vorteil kann von großer Bedeutung sein: Die Mitglieder der Krankenpflegevereine werden im Rahmen der personellen Möglichkeiten bevorzugt in die ambulante Pflege aufgenommen.

Darum,werden Sie Mitglied im Evangelischen Diakonissenverein (Krankenpflegeverein) e. V.! Eine Beitrittserklärung zum download finden Sie an Ende des Artikels.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen mich unter 0173/6652500. Wenn Sie bei Abwesenheit eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen, rufe ich Sie zurück. 

Dr. Hermann Weber  
Vorsitzender des Evangelischen Diakonissenvereins (Krankenpflegeverein) Grünstadt e.V.

Aufnahmeantrag zum Download